Die meisten nutzen Claude genau wie ChatGPT.
Chatfenster auf, Prompt rein, Antwort raus, weiter.
Und genau deshalb bekommen sie auch dieselben Ergebnisse.
Ich nutze Claude seit über 12 Monaten – parallel zu ChatGPT, beide täglich, beide in der bezahlten Version.
Was ich in dieser Zeit gelernt habe: Es geht nicht darum, welches Tool besser ist. Sondern darum, wie du es nutzt.
Hier ist meine ehrliche Einschätzung:
Was Claude wirklich besser kann, wo ChatGPT noch vorne liegt – und welche drei Features in meiner Praxis den größten Unterschied machen.
Bevor du irgendetwas änderst: drei Fragen
Ein Tool-Wechsel ohne Plan kostet dich Wochen, nicht Stunden. Deshalb zuerst das:
-
Was nutze ich täglich – und wo hängt mein Prozess konkret an ChatGPT?
-
Was will ich mit KI in den nächsten drei Monaten aufbauen?
-
Wie viel Zeit kann ich realistisch investieren, um etwas umzustellen?
Wer diese Fragen nicht beantworten kann, sollte noch nicht wechseln.
Wer sie beantworten kann, trifft danach eine deutlich bessere Entscheidung.
ChatGPT vs Claude: Der wichtigste Unterschied
ChatGPT ist auf Weiterführung ausgelegt.
Es bestätigt, es stimmt zu, es pusht dich weiter.
Sam Altman hat das selbst öffentlich angesprochen: Das Modell neigt zur Zustimmung – auch dann, wenn die Idee objektiv noch nicht tragfähig ist.
Ich sehe das regelmäßig bei Kunden:
Sie arbeiten stundenlang mit ChatGPT an ihrer Positionierung – und am Ende entsteht ein Dokument, das sich gut anfühlt, aber keinen Schritt weiterführt.
Weil nichts hinterfragt wurde.
Claude funktioniert anders.
Es widerspricht, wenn es Sinn macht.
Es stellt Rückfragen, bevor es antwortet.
Es macht dich auf Lücken aufmerksam, statt sie zu übergehen.
Wenn du KI als echten Denkpartner nutzen willst – für Strategie, Positionierung oder Angebotsentwicklung – ist das der entscheidende Unterschied.
Drei Features, die in der Praxis den Unterschied machen
1. Skills & Connectors: Automatisierungen in normaler Sprache
Das ist das Feature, über das am wenigsten gesprochen wird – und das in meiner Praxis den größten Hebel hat.
Mit Claude Skills beschreibst du in normaler Sprache, was passieren soll, und verbindest das direkt mit deinen Tools: Gmail, Kalender, Slack, Notion oder Canva.
Kein Code, kein technisches Setup.
Ein konkretes Beispiel aus meiner Praxis:
Jemand kauft mein LinkedIn Profil Makeover.
Bisher lief das so: Make.com sendet eine Benachrichtigung, ich lege manuell einen Ordner an, koordiniere Termine, schreibe Zusammenfassungen.
Funktioniert – kostet aber Zeit.
Ich habe Claude folgenden Prompt gegeben:
„Ich verkaufe ein LinkedIn Profil Makeover über ThriveCart. Nach jedem Kauf löst Make.com einen Webhook aus. Ich möchte, dass Claude automatisch ein Kalender-Event erstellt und mir eine strukturierte Zusammenfassung per Gmail schickt.“
In wenigen Minuten hatte ich einen konkreten Bauplan.
Heute passiert genau das automatisch – ohne manuelle Zwischenschritte.
Für dich relevant, wenn du wiederkehrende Prozesse hast, die aktuell noch manuell laufen.
2. Artifacts: Interaktive Ressourcen direkt aus dem Chat
Claude baut Dinge direkt im Chat – ohne Entwickler, ohne Hosting.
Für meine Consulting-Kunden erstelle ich nach jedem Call ein interaktives Ressourcenpaket:
Checkliste, nächste Schritte, Zusammenfassung – alles klickbar, alles direkt nutzbar.
Was früher mehrere Tools gebraucht hat, passiert jetzt in einem Schritt.
ChatGPT kann Code schreiben.
Claude liefert dir das fertige Ergebnis.
Für dich relevant, wenn du regelmäßig Inhalte, Vorlagen oder Ressourcen erstellst.
Wenn du LinkedIn aktuell noch ohne klares System nutzt, statt strukturiert Gespräche aufzubauen:
3. Schreibqualität: Der Unterschied im Detail
Ich habe beide Tools denselben Auftrag gegeben:
ChatGPT:
„In der Welt des Personal Brandings ist eine klare Positionierung der Schlüssel zum Erfolg…“
Claude:
„Viele posten seit Monaten auf LinkedIn und wundern sich, warum die Anfragen ausbleiben.“
Beide sagen technisch dasselbe.
Aber einer klingt wie Marketing – der andere wie Erfahrung.
Wenn du Content erstellst und merkst, dass du KI-Texte stark überarbeitest, wirst du diesen Unterschied sofort spüren.
Was Claude mit deinen Tools macht und warum das der eigentliche Unterschied ist
Hier ist der Punkt, der in den meisten Vergleichen fehlt: ChatGPT mit Google Drive verbunden kann Dokumente suchen und lesen. Claude kann darin arbeiten. Das klingt nach einer kleinen Nuance aber in der Praxis ist es ein grundlegender Unterschied.
Wenn ich Claude mit Google Docs verbinde, erstellt es Dokumente direkt mit Struktur, Formatierung, Überschriften, Abschnitten, fertig abgelegt im Drive. Kein Exportieren, kein manuelles Einpflegen, kein Zwischenschritt. Ich beschreibe, was entstehen soll, und es entsteht dort, wo es hingehört.
Drei konkrete Beispiele aus meiner Arbeit:
Angebote und Verträge. Nach einem Discovery Call gebe ich das Transkript rein, Claude zieht die relevanten Punkte raus, füllt meine Angebotsvorlage, legt das fertige Dokument direkt im Drive ab und schickt mir einen Entwurf zur Freigabe. Was früher 45 Minuten Nachbereitungsarbeit war, dauert heute unter 5 Minuten.
Meeting-Protokolle und Follow-ups. Claude liest das Transkript, schreibt das Protokoll, zieht die offenen Punkte raus, erstellt den Entwurf für die Follow-up-Mail — alles in einem Durchgang, direkt in die richtigen Ordner.
Onboarding-Dokumente. Nach jedem Kauf wird automatisch ein strukturiertes Onboarding-Dokument mit Kundendaten, nächsten Schritten und Links erstellt und im Drive abgelegt, ohne manuelle Arbeit.
ChatGPT mit verbundenem Google Drive hätte in allen drei Fällen das Dokument gefunden und zusammengefasst. Erstellt, strukturiert und abgelegt hätte es nichts.
Und das gilt nicht nur für Google Docs. Slack, Notion, Kalender, Gmail – Claude führt dort Aktionen aus, nicht nur Abfragen. Das ist der Unterschied zwischen einem Tool, das dir zeigt was möglich ist und einem, das es erledigt.
Wo ChatGPT noch klar vorne liegt und wann ich es selbst nutze
Letzte Woche wollte ich eine Grafik für einen LinkedIn-Post erstellen. Ich bin direkt zu ChatGPT gegangen, weil Claude keine Bilder generiert. Fertig in zwei Minuten. Dasselbe gilt für den Voice Mode: Wenn ich unterwegs einen Gedanken strukturieren will, ist ChatGPT dort noch deutlich stärker. Und wenn ich Kunden oder Teammitglieder in KI einführe, beginne ich mit ChatGPT, weil der Name bekannt ist und die Einstiegshürde niedriger liegt.
Das sind echte Situationen aus meinem Alltag, keine Pflicht-Disclaimer. Beide Tools haben ihre Berechtigung, und ich entscheide nach Aufgabe, nicht nach Loyalität.
Wo ChatGPT noch klar vorne liegt und wann ich es selbst nutze
Letzte Woche wollte ich eine Grafik für einen LinkedIn-Post erstellen. Ich bin direkt zu ChatGPT gegangen, weil Claude keine Bilder generiert. Fertig in zwei Minuten. Dasselbe gilt für den Voice Mode: Wenn ich unterwegs einen Gedanken strukturieren will, ist ChatGPT dort noch deutlich stärker. Und wenn ich Kunden oder Teammitglieder in KI einführe, beginne ich mit ChatGPT, weil der Name bekannt ist und die Einstiegshürde niedriger liegt.
Das sind echte Situationen aus meinem Alltag, keine Pflicht-Disclaimer. Beide Tools haben ihre Berechtigung, und ich entscheide nach Aufgabe, nicht nach Loyalität.
Mein Setup
Claude als primäres Tool für Schreiben, Strategie, Automatisierungen, Google Docs, Angebote und tiefere Analysen.
ChatGPT als Ergänzung für Bilder, Gegenchecks und Voice. Zusammen etwa 110 € im Monat, für mich täglich messbarer Return.
Wenn du Claude testen willst, fang hier an:
„Ich bin [deine Rolle]. Welche drei Aufgaben in meinem Alltag könnte ich diese Woche konkret mit Claude automatisieren? Sei spezifisch — nenn mir für jede Aufgabe das Tool, das verbunden werden müsste, und das Ergebnis, das dabei rauskommt.“
Vergleiche die Antwort mit ChatGPT. Den Unterschied im Denkansatz wirst du sofort merken.
Was Claude konkret bauen kann: Zwei Beispiele aus meiner Praxis
Damit das nicht abstrakt bleibt, zeige ich dir zwei Dinge, die ich direkt in Claude gebaut habe — ohne Entwickler, ohne Hosting, in jeweils einer Session.
Das erste ist ein interaktives Ressourcenpaket, wie es meine Kunden nach jedem Consulting-Call bekommen mit Zusammenfassung, Checkliste, Action Plan und nächsten Schritten. Direkt klickbar, in meinen Farben, sofort teilbar:
Das zweite ist eine LinkedIn-Profil-Checkliste: 8 Kategorien, interaktiv, mit Fortschrittsbalken. Ich habe sie ursprünglich für eine Kundin als PDF auf Englisch erstellt und danach als interaktives Artifact veröffentlicht. Du kannst sie direkt nutzen:
Beide Links führen direkt zu den fertigen Tools, weder Download noch Formular sind hierfür nötig.
Fazit: ChatGPT oder Claude?
Beide Tools haben ihre Berechtigung.
Der Unterschied liegt nicht im Tool, sondern darin, wie du es nutzt.
Wenn du KI als echten Hebel einsetzen willst, brauchst du keine Entscheidung für oder gegen ein Tool.
Du brauchst eine klare Rolle für beide.
Häufige Fragen zu ChatGPT und Claude
Was ist der Unterschied zwischen ChatGPT und Claude?
ChatGPT ist stärker in Content-Erstellung und Geschwindigkeit. Claude eignet sich besser für strategisches Denken, kritisches Hinterfragen und Automatisierungen.
Wann sollte man Claude nutzen?
Vor allem für Strategie, Positionierung und Prozesse, die automatisiert werden sollen.
Kann Claude Prozesse automatisieren?
Ja. Mit Skills kann Claude Aufgaben direkt in Tools wie Google Drive, Gmail oder Kalender ausführen.
Ist ChatGPT oder Claude besser für Content?
Beide können Content erstellen, aber Claude liefert oft natürlichere und weniger generische Texte.
Wenn du verstehen willst, wie du ChatGPT und Claude konkret in deinem Business einsetzen kannst: